Die Willkommschatzung von 1498

 

Im Jahre 1498 verpflichtete der Landtag zu Münster

alle Einwohner des Hochstiftes Münster,

ihrem neuen Bischof Conrad II zur freudigen Begrüßung

eine Willkommschatzung" zu zahlen.


(Mitglieder des Adels und der Geistlichkeit waren

selbstverständlich ausgenommen).

 

Jeder zur Kommunion Zugelassene

(also vom 12. Jahr an)

spendete ein Kopfgeld

in Höhe von 2 Schilling und 6 Pfennigen.

So entstanden in den einzelnen Kirchspielen,

vom jeweiligen Pfarrer (oder seinem Küster)

handgeschrieben,

die ältesten heute noch vorhandenen Steuerlisten.

 

Dieser lobenswerten Spendierfreudigkeit

und gründlichen Registrierung

wollten auch meine Vorfahren sich nicht entziehen.


In Werne (Stadt und Kirchspiel) zahlten

der alte Bernt Sypenkotten für sich und seine Magd

und der junge Johann Sypenkotten für sich,

seinen Sohn Goicke und für ein anderes Kind.


Sie wurden dadurch aktenkundig

und geschichtlich immer lebendiger ...

aber das ist eine lange Geschichte ...